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Europakompetenz durch interkulturelle Begegnungen

Deutsch-polnischer Schüleraustausch am EMA-Gymnasium.

Die polnischen und deutschen Schüler/innen mit Wolfgang Weippert (hintere Reihe rechts) und dem Betreuungspersonal.
Die polnischen und deutschen Schüler/innen mit Wolfgang Weippert (hintere Reihe rechts) und dem Betreuungspersonal.

Seit 1997 besteht zwischen dem Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium und dem Adam Mickiewicz Liceum in Góra/ Polen eine Partnerschaft, die in gegenseitigen Austauschbesuchen zum Ausdruck kommt. Alle zwei Jahre finden seitdem Besuch und Gegenbesuch statt. Zustande gekommen ist diese Partnerschaft auch dadurch, dass seit vielen Jahren Góra Partnerstadt von Herzberg am Harz ist. Beteiligt sind jeweils vom EMA-Gymnasium 10 Schüler/innen des 10. Schuljahrgangs (15 bis 16 Jahre) und vom Liceum in Góra 10 Schüler/innen im Alter von 12 bis 16 Jahre. Während der Norden, Westen und Süden Europas den deutschen Schüler/innen in der Regel schon gut geläufig ist, ist vielen der Osten Europas immer noch relativ fremd. Um mögliche noch bestehende Vorurteile und besonders bei der älteren Generation vorhandene Ressentiments auf beiden Seiten mit Blick auf ein gemeinsames Europa entgegen zu wirken, führt das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium (EMAG) als Europa-Schule seit Jahren außerdem Austauschbesuche mit Schulen in Frankreich, Italien und Ungarn durch. Dadurch wurden auf beiden Seiten unter anderem interkulturelle und individuelle Kompetenzen entwickelt und gestärkt. Nach der Hinbegegnung im vergangenen Jahr findet am EMA-Gymnasium vom 03.bis 09. März 2018 die Rückbegegnung des deutsch-polnischen Schüleraustausches statt. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften und der Lehrerin Tanja Kühlewind hatten die Schüler/innen das Programm weitgehend selbstständig geplant und organisiert. Dabei entdeckten die deutschen Schüler/innen auch neue Seiten an ihrer Heimat. Gemeinsam mit den polnischen Schüler/innen und deren Lehrkräften Irena Dziamarska und Izabela Kucharska nehmen sie an Unterrichten am Gymnasium teil. Externe Informationsbesuche und Geselligkeit kommen dabei nicht zu kurz. Neben Exkursionen nach Werningerode und Hannover stehen die gemeinsame Ortserkundung von Herzberg und ein Abschlussfest auf dem Programm. Breiten Raum nimmt das gemeinsame Projekt „Was ist Heimat?“ ein. Dazu gehören ein bilingualer Workshop, die Anfertigung von Plastiken sowie eine Vorstellung des Projektes am Freitag, dem Tag der offenen Tür am Gymnasium. Auf dem Herzberger Friedhof legen die Schüler/innen als Zeichen der Versöhnung gemeinsam Blumen an den Gräbern der polnischen Zwangsarbeiter/innen nieder. Landrat Bernhard Reuter hatte es sich nicht nehmen lassen, die Schüler/innen während ihrer Arbeiten im Workshop am Montag im Gymnasium zu begrüßen. Nach einem freundlichen „dzien dobry! (guten Tag)“ ging er in seinem Grußwort unter anderem auf das Zustandekommen der Patenschaft des Gymnasiums mit dem Liceum und der Stadt Herzberg mit Góra vor 25 Jahren ein. Dies habe er damals selbst miterlebt, so der Landrat. War der damalige Abschluss der Patenschaft zu der Zeit nicht unumstritten, sei dies heutzutage eine Selbstverständlichkeit. „Wir sind alle ganz normale Menschen, “ sagte Bernhard Reuter. Persönliche Freundschaft und der Friedensgedanke würden am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium ganz selbstverständlich gelebt. Deshalb bestehe die Bezeichnung „Europaschule“ für das EMAG völlig zu Recht. „Es ist Eure Chance, aus der jetzigen persönlichen Begegnung viel mitzunehmen, macht was daraus!“ forderte er die Schüler/innen auf. In ihrer Erwiderung dankte die Schulleiterin des Liceums, Magdalena Mielczarek, die auch die Grüße der Bürgermeisterin von Góra überbrachte, für die freundliche Aufnahme und Betreuung während des Austauschbesuchs. Die Schulleiterin des EMAG, Brigitte Götz, brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der gegenseitige Austausch noch lange Bestand haben möge. Dies wünschte sich auch Wolfgang Weippert am Dienstagvormittag im Rittersaal des Welfenschlosses, als er in Vertretung von Bürgermeister Lutz Peters die Gäste im Rittersaal begrüßte. Er dankte dem Lehrpersonal der beiden Schulen für das Engagement im Rahmen des Europäischen Gedankens. Durch die gegenseitigen Besuche würden sich die Schüler/innen persönlich in ihren Umgebungen kennenlernen und das Leben und die Kultur der anderen verstehen lernen, sagte Weippert. Bei einem Rundgang informierte Stadtführer Wolfgang Zeiss vor Ort über das Welfenschloss und das Museum. Abends steht das Leben in den Gastfamilien auf dem Programm.
 

Landrat Reuter im Gespräch mit den Schüler/innen, im Hintergrund das Lehrpersonal.
Landrat Reuter im Gespräch mit den Schüler/innen, im Hintergrund das Lehrpersonal.

Text und Fotos: Paul Beier

 

Stadt Herzberg am Harz
erstellt am 09.03.2018



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