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Von Menschen für Menschen in Herzberg

10 Jahre „Zukunftswerkstatt Herzberg e.V.“

Hier im Laden der Zukunftswerkstatt finden häufig Begegnungen statt.
Hier im Laden der Zukunftswerkstatt finden häufig Begegnungen statt.

Vor einigen Tagen feierten Mitglieder der „Zukunftswerkstatt Herzberg e.V.“ im geselligen Kreis zwanglos das 10 jährige Bestehen des Vereins. Bereits vor 2008 existierte die Zukunftswerkstatt als loser Zusammenschluss von Herzbergerinnen und Herzbergern, die sich Gedanken um das Leben in ihrer Stadt Gedanken machten. Der Name „Zukunftswerkstatt“ stand dabei als soziologischer Begriff für eine Bürgerbewegung mit dem Ziel, Positives im Alltagsleben der Menschen zu fördern und Negatives zu verringern. Bereits nach einer ersten Sitzung trafen sich Interessent/innen mit Unterstützung vom Institut für Soziologie der Universität Göttingen zu einer Diskussion. Die Überschrift lautete damals „Ideen für die Stadt am Harz und am Wasser“. Die Themen waren unter anderem „ Was finde ich schön in Herzberg?“, „Was soll sich in Herzberg ändern?“, „Was waren Hindernisse für bisherige Aktivitäten?“ und andere. Die Überschrift lautete damals „ Ideen für die Stadt am Harz und am Wasser“. Nach Gewöhnung an den lockeren und unbürokratischen Umgangston schlossen sich immer mehr Menschen der Zukunftswerkstatt an und betätigten sich ehrenamtlich an zahlreichen Projekten. Am 19.Februar 2008 entschieden sich die Beteiligten mehrheitlich für den Vereinsstatus, weil der interessante Perspektiven im Hinblick auch auf Förderungen eröffnete. Viele unterschiedliche Projekte wurden seitdem in Angriff genommen.

Bunte Tücher waren im März 2005 Hingucker in der Fußgängerzone
Bunte Tücher waren im März 2005 Hingucker in der Fußgängerzone

Neben Workshops zu Themen über die Gestaltung und Bereicherung des Lebens in Herzberg gab es auch spektakuläre Aktionen wie die Schmückung der Fußgängerzone mit bunten Tüchern im März 2008, den Bau eines Lehmofens, in dem nach alten Rezepten im Domeyer Park gebacken wird und die Pflanzung von tausenden gespendeten Blumenzwiebeln – auch mit Kindergartenkindern – ebenfalls im Domeyer Park.

 

 

Nicolai Grundschüler gestalten mit der Zukunftswerkstatt alte Schulstühle
Nicolai Grundschüler gestalten mit der Zukunftswerkstatt alte Schulstühle

Dabei stand die Kreativität wie bei der Gestaltung von alten Schulstühlen in der Nicolai Grundschule im Juli 2009 immer im Mittelpunkt. Viele Projekte überzeugten nach und nach die Menschen, die anfänglich etwas skeptisch waren. Dazu zählen unter anderem Vorhaben wie „Die Herzberger Wasseracht“, der „Baumlehrpfad rund um den Juessee“ (Mai 2011), die Pflege der geselligen „Boule-Tradition am Juessee“ und die Identifizierung und Kennzeichnung der Apfel- und Birnbäume in der Juesholzstraße. Zu einem Besuchermagnet hat sich das von der Kreativwerkstatt der Zukunftswerkstatt im Juli 2007 konzipierte und organisierte „Fest im Park“ entwickelt, das seitdem jedes Jahr stattfindet.

1.000 neue Blumen im Park (Oktober 2007)
1.000 neue Blumen im Park (Oktober 2007)

Dank der Teilnahme an zahlreichen Bundesprogrammen wie „Vielfalt tut gut“ bis hin zum Programm „Engagierte Stadt“ kann die Zukunftswerkstatt auf Fördermöglichkeiten zurückgreifen, ohne auf Spenden hoffen zu müssen. Bereits vor der ersten großen Flüchtlingswelle hatten die Mitglieder zahlreiche interkulturelle Veranstaltungen wie Internationales Frühstück in ihren Programmen. Im Februar 2014 übergab das Gründungsmitglied und langjährige 1.Vorsitzende Gesine Langenkamp den Vorsitz über den Verein an Wolfgang Drebing – Bachmann. Als 2.Vorsitzende steht sie ihm weiterhin im Vorstand zur Seite. Von Anfang der Flüchtlingsbewegung bis heute unterstützen zahlreiche Mitglieder und Freunde der Zukunftswerkstatt ehrenamtlich alle Aktionen, die Flüchtlingen die Eingliederung in Herzberg erleichtern sollen. Hier engagieren sie sich neben der Verwaltung der Stadt Herzberg, die Flüchtlingen vielfältige Hilfe bietet. So beendeten Migranten unter anderem im Mai 2016 ihren ersten Deutschkurs. Im Rahmen von lockeren Vernissagen im „Laden“ der Zukunftswerkstatt in der Hauptstraße stellen neben Herzberger Künstlerinnen auch Migranten ihre Werke vor. Die Aufzählung von Projekten und Veranstaltungen lässt sich weiterhin auf die Grundideen der „Zukunftswerkstatt Herzberg e.V.“ - die Herzberger Innenstadt beleben und Herzberg lebens- und liebenswert erhalten – zurückführen. Kürzlich nahmen Wolfgang Drebing-Bachmann und seine Frau an einem Empfang des Bundespräsidenten Steinmeier für Vertreter der rund 50 „Engagierten Städte in Deutschland“ teil. Willkommen bei der ehrenamtlichen Tätigkeit sind neben potentiellen Mitgliedern auch Herzberger/innen, die wie andere auch ohne formelle Mitgliedschaft vieles beitragen können.

Nicolai Grundschüler gestalten mit der Zukunftswerkstatt alte Schulstühle
Nicolai Grundschüler gestalten mit der Zukunftswerkstatt alte Schulstühle
Bau am Lehmofen (Mai 2008)
Bau am Lehmofen (Mai 2008)
Eröffnung des Baumlehrpfades am Juessee (Mai 2011)
Eröffnung des Baumlehrpfades am Juessee (Mai 2011)

 

Eröffnung des Baumlehrpfades am Juessee (Mai 2011)
Eröffnung des Baumlehrpfades am Juessee (Mai 2011)

Text und Fotos: Paul Beier

Anmerkung durch den Vorstand des Vereins:

Zweck des Vereins ist bürgerschaftliches Engagement im Stadtraum Herzberg zugunsten folgender gemeinnütziger Zwecke:

Förderung von Kunst und Kultur,
Förderung des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Landschaftspflege,
Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde
Förderung der Hilfe für Flüchtlinge.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

künstlerische und kulturelle Projekte zur Bereicherung des Stadtlebens, zur Gestaltung und Belebung öffentlicher Plätze und Räume, z. B. durch Workshops, Präsentationen und Feste;
ehrenamtliche Einsätze zum Erhalt, zur Pflege und zur Erweiterung innerstädtischer Natur, Schaffung von Erholungszonen sowie von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen;
Veranstaltungen, Ausstellungen und Beschilderungen im öffentlichen Raum zu kulturhistorischen Herzberger Aspekten, z. B. entlang des innerstädtischen Wanderweges Wasser-Acht,
Bildungs- und Erziehungsangebote zu den o. g. Vereinszwecken, vor allem in Kooperation mit Kindertagesstätten, Schulen und der Jugendpflege,
Maßnahmen und Projekte, die der Integration dienen.

 

Stadt Herzberg am Harz
erstellt am 17.10.2018



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