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Die Welfen im Schloss Cumberland am Traunsee

Die Geschichte der Welfenfamilie in Österreich

Prinz Heinrich referierte
Prinz Heinrich referierte

Der Förderverein Schloss Herzberg bietet seit Jahren nicht nur seinen Mitgliedern, sondern auch anderen geschichtlich interessierten Mitbürgern Einblicke in die Geschichte der Welfen. Mit Vorträgen und Exkursionen ist man häufig „auf den Spuren der Welfen“ unterwegs. Am vergangenen Dienstagabend fand auf Einladung des Fördervereins im Rittersaal des Welfenschlosses in Herzberg eine Buchvorstellung mit Lesung statt. Das Thema des Buches vom Österreicher Heinz Schießer lautete „Die Welfen am Traunsee – 130Jahre Schloss Cumberland im Salzkammergut“. Das Buch beleuchtet erstmals die Geschichte der Welfenfamilie in Österreich und insbesondere ihr Leben am dortigen Traunsee. Betrachtet werden die Welfen in dem Buch über mehrere Generationen hinweg bis zur Gegenwart. Illustriert wird diese Epoche mit zahlreichen zeitgenössischen Dokumenten und Fotografien. Um dem in Italien lebenden Autor die beschwerliche Anreise zu ersparen, erklärte sich Prinz Heinrich von Hannover gerne zur Vorstellung des Buches mit Lesung bereit.

Begrüßt wurde er vom Vorsitzenden des Fördervereins Rolf Lutze, dem früheren Direktor des im Welfenschloss etablierten Amtsgerichtes. Man habe in den interessanten Vorträgen, die den Mitgliedern in den vergangen Jahren angeboten wurden, viel über die Welfen und ihre Geschichte hören können, sagte Rolf Lutze bei der Begrüßung der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer. Im Mittelpunkt des Buches stehe das Schloss, das im Jahr 2016 130 Jahre alt wurde, sagte Prinz Heinrich. Dabei komme inhaltlich der Geschichte der Welfen eine Schlüsselrolle zu. Er selbst habe den Autor bei der Konzeption des Buches mit vielen Fotos aus seinem persönlichen Fundus unterstützen können, so Prinz Heinrich. Mit zahlreichen eindrucksvollen Fotos sowie einem Bericht aus dem Österreichischen Fernsehen stellte Prinz Heinrich das Buch vor und ergänzte die Aussagen mit eigenen Erinnerungen und Gedanken. Am Ende des Deutschen Krieges im Jahr 1866 hatte der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck König Georg V. von Hannover entthront und dessen Haus anschließend politisch verbannt.

Herzog Ernst August mit Familie
Herzog Ernst August mit Familie

Das damalige Oberhaupt der Welfen Ernst August, der frühere Kronprinz von Hannover, nannte sich ab 1878 Herzog von Cumberland und fristete im österreichischen Exil ein randständiges Dasein. Im oberösterreichischen Gmunden am Traunsee ließ der Herzog das Schloss Cumberland von 1882 bis 1886 errichten. Damit dokumentierte er auch, dass er niemals auf seine Thronrechte in Hannover verzichtet habe. Neben der Betrachtung der stilistischen Elemente des Schlosses befasst sich der Buchautor auch eingehend mit dessen Bewohnern, den Welfen. Als Exilwohnsitz wurde das Schloss bis 1937 genutzt. Seit den 1950er Jahren wird es als eine „Landespflegeanstalt“ betrieben. Hier werden seitdem gesundheitlich beeinträchtigte Menschen gepflegt und betreut. Geplant ist, die noch 120 Patienten in neuere Einrichtungen zu verlegen. Gerne stellte sich Prinz Heinrich zum Abschluss noch den zahlreichen interessierten Fragen der Anwesenden.

 

 

 

 

 

 

Ansicht Schloss Cumberland
Ansicht Schloss Cumberland

Text und Fotos/Repros: Paul Beier
 

 

 

Stadt Herzberg am Harz
erstellt am 14.02.2018



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