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Ausstellung "Exkursion nach Verdun"

22. Januar 1963 – Unterzeichung des deutsch-französischen Elysée-Vertrages. Er stellt das Ende einer jahrhundertelangen Erbfeindschaft zwischen den Staaten dar. Genau 55 Jahre und einen Tag später eröffneten Lehrer und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Herzberg in ihrer Pausenhalle eine Ausstellung. Sie zeigt die Ergebnisse der Nachbereitung einer Exkursion, die Schüler des 1. und 12. Jahrgangs im Dezember unternahmen.

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Die Ausstellung heißt „Exkursion nach Verdun”, doch eigentlich ging es nicht in das beschauliche ostfranzösische Örtchen, sondern zu den Schlachtfeldern nördlich und westlich des Ortes – dem Schauplatz der berühmten „Schlacht von Verdun”. 1916 lieferten sich hier hunderttausende deutsche und franzüösische Soldaten mehr als neun Monate lang teilweise bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsuis einen erbitterten Stellungskrieg. Die Ausstellung präsentiert Zahlen, Daten und Fakten der Schlacht, aber vor allem auch Eindrücke – sowohl der Schüler des Gymnasiums, die unter anderem ebenfalls bei Minusgraden durch das zerstörte Dorf Fleury wandelten, als auch der Soldaten selbst.

Schulleiterin Brigitte Götz eröffnete die Ausstellung mit einem Mitbringsel ihres Urgroßvaters von der Front in Frankreich. Die Schüler Thorben Bick, Estella Schewalje, Alina Dietzel, Isabell Pichel, Lelia Gödeke und Sarah Schulze führten die Besucher, darunter Bürgermeister Lutz Peters sowie Lehrer und Schüler der Oberschule Herzberg, Schritt für Schritt durch die Ausstellung und machten ihre Exkursion anschaulich.

In der Schlacht starben 300 000 deutsche und fränzösische Soldaten, weitere 450 000 wurden verwundet. Direkt am zerstörten Dorf, in welchen von den Häusern nur noch Gedenksteine erhalten sind, liegt das Museum von Verdun. Es wurde 2016 komplett renoviert und präsentiert die Schlacht und das Umfeld multimedial, unter aderem mit einer topografischen 3D-Animation und vielen Original- und nachgestellten Ausstellungsstücken. Auch Aufzeichnungen der Beteiligten wurden verschriftlich oder vertont. Die Verluste – die Schlacht war ein sehr materialintensiver Kampf, hatte jedoch am Ende kaum Nutzen für keine der beiden Seiten – wurden für die deutschen wie für die französische Seite gleich dargestellt.

​Ein Besuch ist sehr empfehlenswert.​


Eine weitere Station war das Beinhaus von Doaumont, in welchem die Gebeine nicht identifizierbarer Soldaten beider Seiten aufbewahrt werden.

In der Ausstellung ging es neben diesen Stationen auch um persönliche Geschichten von Familien am EMAG. So wurden Kriegsgeschichten von Vorfahren von der Schülerin Isabell Pichel sowie den Lehrerinnen Susanne Herting und Eva Petersen soweit wie möglich aufgearbeitet.

Text: Thorben Bick
Fotos: Thorben Bick und Ute Kahmann

 

 

 

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erstellt am 14.02.2018



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