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Burg Scharzfels
Burg Scharzfels

Burg Scharzfels Burg Scharzfels



Auf einem etwa 150 m über dem Odertal aufragendem Dolomitfelsen liegen die Reste der ehemaligen Burg Scharzfels. Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert, wobei die erste geschichtliche Erwähnung im Jahre 1131 zu finden ist. Sie gehörte ursprünglich dem Grafen von Scharzfeld, dessen Geschlecht bis zum Ausgang des 13. Jahrhunderts in und um Scharzfeld herrschte. Später wurde die Burg von Grafen von Hohnstein bewohnt, um im Jahre 1593 endgültig vom Herzogtum Grubenhagen übernommen zu werden.

Die enge Verknüpfung zwischen Burg und Herrschaft Scharzfels mit dem 952 von der Witwe Heinrichs I., Königin Mathilde, eingerichteten Kloster Pöhlde lässt die Vermutung zu, dass die Errichtung der Burg Scharzfels in das 10. Jahrhundert fällt.

Im Jahre 1080 wird der Ritter Albrecht von der Helden als Burgherr genannt. Bald danach (1130) erwarb Kaiser Lothar III. von Süpplingenburg auf dem Reichstag zu Goslar die Burg Scharzfels im Tauschwege, baute sie zur Reichsfestung aus und übergab sie als Reichslehen mit Grafschaft und Klostervogtei an seinen Gefolgsmann Siegebodo, dem Stammvater der Grafen von Lutterberg und Scharzfeld. Am 1. 1. 1158 tauschte Heinrich der Löwe die Grafschaft von Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

Im Jahre 1297 werden die Grafen von Scharzfeld urkundlich letztmalig erwähnt. Die Burg fällt an deren Vettern, die Grafen von Lutterberg.
1402 verpfändete Heinrich der Löwe die Burg an den Grafen von Hohnstein, die die Grafschaft schließlich im Jahre 1456 zum erblichen Lehen erhielten.

In der Zeit der Bauernkriege (1525) blieb die Burg Scharzfeld unbehelligt.

Nach dem Tode des letzten Grafen von Hohnstein (Ernst VII.) am 8.7.1593 fiel die Grafschaft Lutterberg-Scharzfeld als eröffnetes Lehen an die Herzöge von Grubenhagen zurück, wurde von ihnen danach als Jagdschloß genutzt.
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Schon 1735 weist die Burganlage viele in Verfall begriffene Gebäude auf. Im Siebenjährigen Krieg wird die Burg Scharzfels am 26. 9. 1757 dem französischen Kommandeur Oberst Chevallier de Fischer kampflos übergeben.

Nach 10tägiger Belagerung durch 6.000 bis 11.000 Mann des französischen Generals Vaubecourt mußte die Burg Scharzfels am 25. 9. 1761 an diesen übergeben werden, wurde am 29./30. 9.1761 in Brand gesetzt und schließlich gesprengt.
Damit endete die Geschichte der Harzburg Scharzfels.

   
Aber nicht nur blutige und kriegerische Ereignisse haben dort stattgefunden. Man weiß auch von Liebeleien und Intrigen zu berichten. So zum Beispiel von Eleonore von Knesebeck, der Hofdame der Kurprinzessin Sophie-Dorothea von Hannover. Sie war als Mitwisserin eines Liebesverhältnisses zwischen der Prinzessin und dem Grafen von Königsmark verhaftet worden und vom 03. Februar 1695 bis zum 05. November 1697 auf der Burg Scharzfels gefangen gehalten. Schließlich wurde sie auf abenteuerliche Weise von einem Herzberger Dachdecker, der sie nachts an der steilen Außenmauer abseilte, befreit.
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