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Dorfentwicklungsverfahren Bergdorfregion Südharz

Die Ortschaften Lonau, Sieber und St. Andreasberg wurden im Jahr 2015 als Dorfregion Südharz in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen.

Nach Aufstellung und Genehmigung des Dorfentwicklungsplanes für die Dorfregion wurde die Förderphase für die Jahre 2017 – 2023 festgelegt.

Die Dorfentwicklung unterstützt örtliche Initiativen der Kommunen, von Vereinen oder privaten Personen zum Erhalt der Lebensfähigkeit der Ortschaften sowie zur Anpassung an die aktuellen und kommenden Herausforderungen. Den dörflichen Kulturraum prägen neben den öffentlichen und privaten Gebäuden vor allem die Dorfgemeinschaft und die soziale sowie wirtschaftliche Infrastruktur. Hier setzt die Förderung des Landes an.
Es ist ein Grundanliegen der Dorfentwicklung, durch Erneuerung ortsbildprägende Bausubstanz zu erhalten und evtl. neue Nutzungen zu ermöglichen. Neben der Sanierung und Rekonstruktion der Altbausubstanz können auch moderne Gestaltungsansätze verfolgt werden. Dabei sollen Maßstäblichkeit, Materialverwendung und Farbgebung des örtlichen Bestands beachtet werden. Vom Land Niedersachsen werden darüber hinaus Projekte finanziell gefördert, die wirtschaftliche, öffentliche oder dörfliche Infrastruktur sichern oder neu entwickeln. Dies umfasst Investitionen in die Nahversorgung, in die Sicherung der Mobilität oder in soziale Einrichtungen ebenso wie in kleinere touristische Infrastrukturen

Welche Maßnahmen werden über die Dorfentwicklung finanziell gefördert?

Ortsbildprägende, landschaftstypische Bausubstanz

  • Erhalt und Gestaltung (zumeist bis in die 50er Jahre, Ausnahmen sind möglich) von außen sichtbaren Maßnahmen (Fassade, Dach, Fenster etc.), und der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen, wenn sie den Gestaltungsregeln entsprechen. Eingeschlossen die erstmalige Wärmedämmung.
  • Um-/Nachnutzung zu Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeitnutzungen, für öffentliche, gemeinschaftliche oder soziale Zwecke. Die Förderung kann auch Maßnahmen im Innenbereich des Gebäudes umfassen.
  • Umnutzung von Gebäuden (z.B. Stall in Ferienwohnungen).
  • Ersatz nicht sanierungsfähiger Bausubstanz durch Neubauten, die sich maßstäblich in das Umfeld einpassen.
  • Revitalisierung (Innenausbau) ungenutzter und leerstehender Bausubstanz zur Innenentwicklung.

Sowie
  • Anpassung von landwirtschaftlich genutzten Gebäuden und Hofräumen an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und Arbeitens (nur Landwirte).
  • Abbruch von Bausubstanz aus siedlungsstrukturellen oder entwicklungsplanerischen Gründen.
  • Erhaltung, Gestaltung und Verbesserung von denkmalgeschützter Bausubstanz sowie historisch bedeutsamen Gartenanlagen und Kulturlandschaften.

Grundversorgung, Tourismus
  • Sicherung, Errichtung und Verbesserung von Einrichtungen zur Grundversorgung (Dorfläden, Mobilität).
  • Errichtung neuer oder die Sicherung bestehender Unternehmen, die zur Grundversorgung beitragen (z. B. Bäcker, Schlachter, Poststelle, Bank usw.).
  • Einrichtungen des ländlichen Tourismus, Bereitstellung von Fremdenverkehrsinformationen.


In welcher Höhe kann bei privaten Trägern oder Vereinen gefördert werden?

Es werden bis zu 30 % der Kosten, max. 25.000 € pro Maßnahme, als nicht zurückzuzahlende Zuwendung (Anteilsfinanzierung) gefördert. Die Mindestsumme der Investition beträgt 8.340 €. Geringere Investitionskosten werden nicht bezuschusst. Zum Nachweis sind Kostenvoranschläge getrennt nach Gewerken, wie Tischler- und Maurerarbeiten, erforderlich, aus denen die Massenangaben zweifelsfrei hervorgehen, Pauschalansätze werden bei der Bemessung der Zuwendung nicht berücksichtigt.

Rechtsgrundlage und Antragstellung

Grundlage für die Förderung ist die Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE). Die seit dem 01.01.2017 geltende Richtlinie setzt für die Antragstellung als neuen – und einzigen – Stichtag den 15. September fest. Das bedeutet, dass am 15.09. die vollständigen Anträge dem zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig – Geschäftsstelle Göttingen vorliegen müssen. Der vollständige Förderantrag (mit Kostenvoranschlägen, Fotos und Maßnahmenbeschreibung) sollte jedoch bereits Anfang September bei der Stadt Herzberg am Harz für eine Stellungnahme eingehen. Unbedingt zu beachten ist, dass die Maßnahme erst beauftragt werden darf, wenn der Zuwendungsbescheid vorliegt.

Private Grundstückseigentümer können sich vor Antragstellung kostenlos beraten lassen, für welche Maßnahmen Aussicht auf Förderung besteht. Die Stadt Herzberg am Harz hat für die Dorfentwicklungsverfahren mit Planungsbüros entsprechende Verträge zur Umsetzungsbegleitung abgeschlossen. Die Planer beraten Interessierte telefonisch, kommen aber auch nach Hause, um die Ideen an einem Gebäude oder im Freiraum zu besprechen. Auch bei der Antragstellung gibt es wertvolle Hilfestellungen.

Für eine kostenlose Beratung stehen die Niedersächsische Landgesellschaft mbH (NLG), Tel.: 0511/123208-31,und das Planungsbüro mensch und region, Hannover, Tel.: 0511/444454, zur Verfügung.
Der Kontakt kann auch über die Stadt Herzberg am Harz hergestellt werden. Ansprechpartnerinnen sind Kerstin Bührmann (Tel. 05521/852-150) und Dietlinde Sack (Tel. 05521/852-153)

Den Antragsvordruck finden Sie unter der Rubrik „Formulare“.

Den Dorfentwicklungsplan für die Bergdorfregion Südharz sowie die Projektsteckbriefe können Sie hier abrufen:










Weitere Informationen können Sie der Internetseite www.bergdorfregion.de entnehmen.

Bergdorfregion Südharz






Rechtsgrundlage

Formulare
Förderantrag ZILE - investive Maßnahmen   Details


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[26.05.2018 10:30 Uhr - 11:30 Uhr]Herzberger Samstag
[26.05.2018 19:00 Uhr]Lonauer Kirche in musikalischem Gewand
[30.05.2018 17:00 Uhr]Vortrag des Baumanagements Süd-Niedersachsen
[17.06.2018 17:15 Uhr]Herzberger Schlosskonzerte
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