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Stadtsanierung / Städtebauförderung

Allgemeine Informationen

Übersichtsplan "Sanierungsgebiet Innenstadt-Schlossbereich" © Stadt Herzberg am Harz© Stadt Herzberg am Harz

Im Jahr 2002 wurde für Herzberg am Harz das Sanierungsgebiet „ Innenstadt - Schlossbereich“ förmlich festgelegt.

Im Sanierungsgebiet konnten städtebauliche Sanierungsmaßnahmen mit Fördermittel des Landes und des Bundes ( Städtebauförderungsmittel) durchgeführt werden.

Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen sind Maßnahmen, durch die ein Gebiet zur Behebung städtebaulicher Missstände wesentlich verbessert oder umgestaltet wird.

Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen können den öffentlichen wie auch den privaten Bereich betreffen.

Im öffentlichen Bereich geht es überwiegend um Erschließungsmaßnahmen, also um die Sanierung und Neugestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen.

Verfahrensablauf

Im Herzberger Sanierungsgebiet „Innenstadt - Schloss“ gelten noch die Steuervorteile.

Private Sanierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet „Innenstadt – Schloss“ sind noch bis zum 31.12.2021 steuerlich begünstigt, auch wenn das Sanierungsverfahren zwischen Bund/ Land und Stadt formell abgeschlossen ist.

Nach den gesetzlichen Regelungen ist die Satzung über das Sanierungsgebiet spätestens bis zum 31.12.2021 aufzuheben.

Solange bleibt auch der Sanierungsvermerk in den Grundbüchern der betroffenen Grundstücke enthalten.

Bis dahin können Interessenten, die ihr Haus modernisieren oder instand setzen möchten, mit der Stadt einen sogenannten „Nullvertrag“ abschließen. Dieser Vertrag heißt so, weil die Maßnahme nicht gefördert wird, also kein Zuschuss fließt. Nach Fertigstellung können die gesamten Herstellungskosten aber von der Einkommenssteuer abgesetzt werden, und zwar im Jahr der Fertigstellung und den sieben folgenden Jahren mit neun Prozent der anerkannten Herstellungskosten sowie danach weitere vier Jahre mit jeweils sieben Prozent der Kosten. Diese Abschreibungsmöglichkeit ist also nicht zu unterschätzen.

An wen muss ich mich wenden?

Wer also derzeit im Sanierungsgebiet plant, Dach, Fenster oder Fassade zu erneuern oder zum Beispiel in eine neue Heizung zu investieren, sollte Kontakt mit der Stadtverwaltung (Tel. 05521-852150) oder mit dem Sanierungsträger BauBeCon (Tel. 0421-3290156) aufnehmen.

Die Beratung ist kostenlos. Wichtig ist der rechtzeitige Vertragsabschluss vor Beginn der Baumaßnahme.

Voraussetzungen

Im privaten Bereich geht es um Gebäudesanierungen, Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse, Erhaltung alter Bausubstanz.

Sie als Grundstücks- / Hauseigentümer im Sanierungsgebiet können durch Zuschüsse oder Steuervorteile bei Baumaßnahmen profitieren.

Ob Ihr Grundstück im Sanierungsgebiet liegt, ergibt sich aus dem Lageplan und ist in Ihrem Grundbuch beim Amtsgericht durch einen Vermerk gekennzeichnet.

Vor Beginn jeder Baumaßnahme sollten Sie sich vom Sanierungsträger kostenlos und kompetent beraten lassen. So lassen sich die Möglichkeiten einer Förderung vollständig erfassen, prüfen und Unterlagen rechtzeitig beschaffen.

Bereits begonnene Baumaßnahmen sind nicht förderfähig!

Für Baumaßnahmen und sonstige wertsteigernde Maßnahmen ist vor Durchführung eine Sanierungsgenehmigung einzuholen. Grundstücksübertragungen (Kaufverträge) und Grundstücksbelastungen (Grundschuld etc.) sind ebenfalls genehmigungspflichtig - hier werden die Notare entsprechend tätig.

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