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Erklärung zur Vaterschaftsanerkennung: Beurkundung

Ansprechpartner/in
Frau Nicole Claaßen
Rathaus, Zimmer 551 - Standesamt // 1. OG
Marktplatz 30
37412 Herzberg am Harz
Telefon: 05521 852-230
Telefax: 05521 852-233
E-Mail:
Frau Claudia Dreger
Rathaus, Zimmer 550 - Standesamt // 1. OG
Marktplatz 30
37412 Herzberg am Harz
Telefon: 05521 852-231
Telefax: 05521 852-233
E-Mail:
Frau Nicole Wolter
Rathaus, Zimmer 552 - Standesamt // 1. OG
Marktplatz 30
37412 Herzberg am Harz
Telefon: 05521 852-232
Telefax: 05521 852-233
E-Mail:

Allgemeine Informationen

Vater eines Kindes ist rechtlich gesehen der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit dessen Mutter verheiratet ist,
  • oder, wenn die Mutter nicht verheiratet ist, der Mann
    • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
    • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Für die Anerkennung der Vaterschaft ist eine bestimmte Form (öffentlich beurkundet) vorgeschrieben. Die Vaterschaft kann schon vor der Geburt anerkannt werden. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen. Auch für die Zustimmung ist die öffentlich beurkundete Form vorgeschrieben.

Ob die Eltern Ihre Erklärungen am gleichen Tag oder zu verschiedenen Terminen abgeben möchten, können sie selbst entscheiden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung wird das Geburtenbuch nachträglich ergänzt.

Die Vaterschaftsanerkennung ist nur möglich,

  • wenn die Mutter nicht verheiratet ist oder
  • wenn die Mutter noch verheiratet ist, aber bei der Geburt des Kindes bereits ein Scheidungsverfahren bei Gericht eingereicht ist. In diesem Fall muss auch der bisherige Ehemann der Vaterschaftsanerkennung durch einen anderen Mann in einer öffentlichen Urkunde zustimmen. Wirksam wird die Vaterschaftsanerkennung in diesem Falle jedoch erst mit Rechtskraft der Scheidung.
  • Nähere Informationen zu diesem komplizierten Thema erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.
Verfahrensablauf

Ist ein Kind einer nichtverheirateten Mutter geboren worden, besteht die Möglichkeit der Vaterschaftsanerkennung. Voraussetzung hierfür ist, dass noch keine Vaterschaft eines anderen Mannes besteht. Die Vaterschaft kann bereits vor Geburt des Kindes anerkannt werden.

Der Vater des Kindes erkennt die Vaterschaft an, die Mutter muss zu einer rechtswirksamen Vaterschaftsanerkennung zustimmen. Sind ein oder beide Elternteile minderjährig, oder steht ihnen aus anderen Gründen das Sorgerecht nicht zu, ist auch noch die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Kindes erforderlich. Die Anerkennung und sämtliche Zustimmungen sind in öffentlich beglaubigter Form zu beurkunden.

Durch die Anerkennung der Vaterschaft bleibt das alleinige Sorgerecht der Mutter unberührt. Sollten Sie das gemeinsame Sorgerecht wünschen, setzen Sie sich mit dem zuständigen Jugendamt in Verbindung.

Ist die Mutter des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt noch verheiratet gewesen ist eine Änderung der Abstammung ebenfalls möglich. Zu diesem komplexen Sachverhalt setzen Sie sich bitte mit dem Standesamt direkt in Verbindung.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei den Standesämtern, Jugendämtern, oder bei Notaren.

Für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Standesamtes gern zur Verfügung.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Die Vorlage einer Geburtsurkunde oder eines Auszugs aus dem Familienbuch kann in Einzelfällen hilfreich sein.
  • Geburtsurkunde des Vaters (ggf. auch mit Übersetzung)
Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Die Vorlage einer Geburtsurkunde oder eines Auszugs aus dem Familienbuch kann in Einzelfällen hilfreich sein.
  • Geburtsurkunde des Vaters (ggf. auch mit Übersetzung)
Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung der Vaterschaft ist gebührenfrei, die Beurkundung durch einen Notar ist jedoch kostenpflichtig.

 

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

 

Rechtsgrundlage

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

  • §§ 1592 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    Art. 23 Einführungsgesetz zum BGB (EGBGB)
    § 44 Personenstandsgesetz (PStG)
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