Allgemeine Informationen
Der 1982 im Alter von 81 Jahren verstorbene Physiker und Ingenieur Dr. rer. nat. Wilhelm Frössel hat mit seinem Testament ein beachtliches Füllhorn geschaffen, aus dem soziale Einrichtungen und Vorhaben in Herzberg am Harz finanziell unterstützt werden können.
- Geboren wurde Dr. Frössel am 16.01.1902 in Breese, Kreis Prignitz.
- Nach acht Jahren Volksschule, dreieinhalb Jahren Dreherlehre mit Gesellenprüfung,
- zwei Jahren praktischer Tätigkeit in einem Kraftwerk mit Dampfmaschinen, Dieselmotoren und Elektrogeneratoren, besuchte er 1923 die Maschinenbaufachschule.
- Anschließend wurde er Konstrukteur in der Aerodynamischen Versuchsanstalt Göttingen, 1948 umbenannt in Max-Planck-Institut für Strömungsforschung Göttingen.
- Bereits 1934 begann er eigene theoretische und experimentelle Forschung auf dem Gebiet der hydrodynamischen Schmierung.
- 1938 entwickelte er den Grundgedanken für das Mehrflächen-Gleitlagerprinzip und bestand die Begabtenprüfung im Erziehungsministerium in Berlin und erlangte die Zulassung zum Hochschulstudium.
- Er begann das offizielle Physikstudium an der Universität Göttingen, promoviert 1941 an der Universität und setzte seine wissenschaftliche Tätigkeit fort. 1947 erfolgte die erste eigene Erprobung von Mehrflächen-Gleitlagern im Maschinenbau.
- Seit 1967 war er Gesellschafter der GMH Gleitlagerfabrik und Metallgießerei Herzberg GmbH.
Zu Ehren von Dr. Wilhelm Frössel und seiner Ehefrau Minna Frössel wurde in der Nähe des Herzberger Krankenhauses ein Gedenkstein mit Tafel errichtet.



