Vor einigen Tagen trafen sich Mitglieder und Freunde der Esperanto Gesellschaft Südharz und Gäste im Esperanto Zentrum in Herzberg. Für die Veranstaltung gab es mehrere Gründe. Zum einen war es die erste Möglichkeit unter den Bedingungen der Pandemie, sich seit längerem mal persönlich wiederzusehen. Zum anderen gab es zwei weitere Anlässe. Vor 15 Jahren übernahm die Stadt Herzberg mit dem Einverständnis des Rates den Beinamen „Herzberg am Harz – die Esperanto – Stadt“. Vorausgegangen war eine intensive PR-Arbeit der Esperanto Gesellschaft Südharz. Dies hatte dazu geführt, Herzberg als „Esperanto-Stadt“ weltweit bekannt zu machen. Seitdem haben viele Esperanto-Freunde aus der ganzen Welt bei Besuchen der Esperanto Gesellschaft die Stadt Herzberg kennengelernt. Manchen gefiel die Region so gut, dass sie hier sesshaft wurden. Später ließ die Stadt trotz schmaler Kassen vom Herzberger Rainer Hesselink Zusatzschilder für die städtischen Begrüßungsschilder an den jeweiligen Ortseingängen anfertigen. Der Text lautete: „Esperanto- Stadt benvenon“ (willkommen). Seit ihrer Gründung ist die Esperanto Gesellschaft Südharz zu einem festen Bestandteil der Herzberger Bevölkerung geworden. An den Schulungen, Seminaren und Weiterbildungen nahmen und nehmen seitdem Besucher/innen aus der ganzen Welt teil, die ihre Eindrücke von Herzberg und Umgebung in ihre Heimat mitnehmen. Nach der Begrüßung und einem Rückblick auf die Aktion „Esperanto Stadt“ eröffnete der 1.Vorsitzende Peter Zilvar die Jahreshauptversammlung. Zunächst wurde nach den einleitenden Formalia Martin Ptasinski zum Protokollführer gewählt. In seinem Bericht für den Rest von 2020 und den ersten Teil von 2021 sagte Peter Zilvar, der Vereinsvorstand sei stolz, dass trotz der langen Corona- Zeitspanne ein besonders vielfältiges Kulturangebot entwickelt werden konnte. Beispielsweise wurden Internetkontakte zu virtuellen Teilnahmen an Kongressen und Fachseminaren genutzt. Mit diversen Themen und Teilnehmern aus vielen Ländern wurde die Zeit sinnvoll genutzt, sagte Zilvar. So konnten viele neue Esperanto-Freunde unter anderem aus Ägypten, Brasilien, Indien, Israel, Russland, den USA und Kanada gewonnen werden. Viele von ihnen wollen in den nächsten Jahren die Esperanto-Stadt Herzberg besuchen. Ebenfalls wurde die zurückliegende Zeit genutzt, die Bibliotheksbestände mit weiteren Raritäten aufzustocken. Das Esperanto-Archiv mit seinen vielen Spezialsammlungen sei weltweit einzigartig, sagte Peter Zilvar. Weiter berichtete er über die kürzlich stattgefundene Sitzung der Organe der Stiftung Esperanto-Stadt Herzberg. Persönlich dabei war der Vorsitzende des Kuratoriums und Vize-Präsident des Deutschen Esperanto-Bundes, Andreas Emmerich. In der Sitzung wurde festgestellt, dass Fernziele wie unter anderem ein Esperanto-Haus in Herzberg mit einer Esperanto-Bibliothek noch nicht realisiert werden könnten. Ab Oktober kommt eine Studentin aus Frankreich für einige Monate als Projekthilfe in das Herzberger Esperanto-Centro. Im Herbst soll hier ein bilaterales größeres Tourismusprojekt für Senioren aus Polen durchgeführt werden. Ab August wird eine neue Sonderausstellung im Museum des Welfenschlosses gestaltet und angeboten werden, so Peter Zilvar. Nach der langen Pandemie-Pause freue man sich wieder auf einen regelmäßigen zweisprachigen Club, der dienstags ab 16.45 Uhr im Esperanto-Centro angeboten wird. Nach dem Kassenbericht für 2020 von Kassenwartin Ursula Zilvar mit Kassenrevisionsbericht bis Juli 2021, dem Bericht von Kassenprüfer Martin Ptasinski, der Genehmigung des Protokolls der JHV 2019 sowie der Abnahme der Jahresendrechnung 2020 erteilten die Mitglieder dem Gesamtvorstand einstimmig die Entlastung. Einstimmig wurden auch die Vorstandsmitglieder wiedergewählt. In geselligen Runden unter Beachtung der Hygienebestimmungen der Pandemie freuten sich die Anwesenden über einen Teil wiedergewonnener Kontakte.
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07.09.2021: Esperanto verbindet Menschen auf der ganzen Welt
07.09.2021: Esperanto verbindet Menschen auf der ganzen Welt
Aus der Jahreshauptversammlung der Esperanto-Gesellschaft Südharz





