Was bewegt die Jugend in Herzberg am Harz? Wo verbringen sie ihre Zeit und was muss sich ändern, damit sie auch nach der Schule in ihrer Heimatstadt bleiben? Diesen Fragen gingen am Dienstag, den 14. April 2026, rund 50 Jugendliche bei der engagierten 1. Jugendversammlung nach. Unter dem Motto „Herzlich Willkommen“ verwandelte sich das Martin-Luther-Haus in eine Ideenwerkstatt, in der die Mitbestimmung der jungen Generation im Mittelpunkt stand.
Interaktiver Auftakt und Bestandsaufnahme
Der Tag begann um 08:30 Uhr mit einer Begrüßung durch das Organisationsteam rund um die Stadtjugendpflegerin Simone Standhardt. Unterstützt wurde sie von Elena Waldmann (Leiterin des Sachgebiets Jugend, Kultur, Tourismus und Stadtmarketing), Astrid Matten (Koordinatorin des Projekts „Prävention als Chance“), Michaela Stegmaier (Klimaschutzmanagerin der Stadt Herzberg am Harz), Rieka Henze (Auszubildende in der Stadtjugendpflege), Jörg Bremer (Mitarbeiter im Sachgebiet Jugend, Kultur, Tourismus und Stadtmarketing) sowie Mathis Müller (Vorsitzender des Jugendrates der Stadt Herzberg am Harz).
Um das Eis zu brechen, startete die Versammlung mit einem dynamischen „Warm-up“-Spiel. Bei der Aufstellung „Rechts oder Links“ mussten sich die Teilnehmer zu verschiedenen Themen positionieren, etwa:
- „Bist du in einem Verein?“ oder „Bist du an deiner Schule aktiv (z.B. Schülervertreterin/Klassensprecherin)?“.
- „Lieber Handy oder Süßigkeiten?“
- „Aufenthalt am Juessee oder im Domeyerpark“ sowie zwischen „Wahlwohnort Herzberg oder Osterode „Wohnst du in Herzberg Stadt oder im Umland?“ „Willst du nach der Schule hierbleiben oder weggehen?“,
Schon bei dieser kleinen Abfrage wurden die ersten Diskussionspunkte deutlich.
Im Anschluss folgte eine intensive Arbeitsphase an Stellwänden. Hier wurde festgehalten, was die Jugendlichen an Herzberg schätzen, was sie nervt und wo sie sich am liebsten aufhalten.
Am wichtigsten stand die Frage: „Wenn du Bürgermeister*in wärst, was würdest du als allererstes ändern?“. Besonders wichtig waren den Jugendlichen dabei eine Belebung der Innenstadt mit Einkaufs- und Essensmöglichkeiten, ein Jugendcafé, mehr Veranstaltungen, aber auch ein allgemein zugänglicher Fußballplatz und bessere Bus- und Zugfahrzeiten. Auch das Thema öffentlicher Raum wurde angesprochen. Zum Beispiel wünschen sich einige mehr Licht im Domeyerpark, überdachte Bänke und mehr Mülleimer im Stadtgebiet.
Konzepte für Freizeit und Sport
Nach einer kurzen Pause vertieften die Jugendlichen ihre Ideen in themenspezifischen Workshops. In Kleingruppen wurden konkrete Vorschläge zu den Themen Veranstaltungen, Sportanlagen, öffentlicher Raum und Klimaschutz erarbeitet. Dabei ging es ins Detail: Welche Infrastruktur braucht eine gute Sportanlage (z. B. Wasserspender, Schatten, Bänke)? Wann und wo sollten Veranstaltungen wie z.B. Partys stattfinden? Wie sieht eine nachhaltige Mobilität in Herzberg aus?
Nachhaltigkeit statt Eintagsfliege
Besonders wichtig ist den Organisatoren, dass die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden. Gegen Ende der Veranstaltung wählten die Teilnehmenden mittels Klebepunkten die Themen aus, die sie am meisten ansprechen. „Wie geht es jetzt weiter?“ war dabei die zentrale Frage.
Das Ergebnis ist vielversprechend: Zahlreiche Jugendliche trugen sich in Listen ein, um an gewählten Themen aktiv weiterzuarbeiten und die Zukunft ihrer Stadt langfristig mitzugestalten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete die Versammlung um 13:00 Uhr mit einer positiven Bilanz. Die Stadt Herzberg am Harz hat an diesem Tag nicht nur viele Impulse erhalten, sondern auch Jugendliche erlebt, die gute Ideen haben und die bereit sind, sich zu engagieren.



