Funda Asena Aktop (Mezzosopran) und José V. López de Vergara (Klavier)
In Kunst und Musik gibt es Verwerfungen, die unmittelbar mit dem sog. „soziokulturellen Kontext“ in Zusammenhang stehen. Unter dem Eindruck seiner Harzreise 1824 verfasste Heinrich Heine im Jahr 1829 beeindruckende Gedichte, die kein Geringerer als Robert Schumann 1840 als „Dichterliebe“ in 16 Liedern vertonte. In diesen werden Empfindungen wie Freude; Liebe, Enttäuschung und Versöhnung auf Mark und Bein geprüft. Typisch für Heine mit einem süß-bitteren Unterton. Der Zyklus, der Schumann eigenhändig nach dramatischen Gesichtspunkten umstellte, schließt mit den Worten „Die alten bösen Lieder…die lasst uns jetzt begraben“. Trotz dieses hehren Vorhabens wissen wir, dass der Dichter im Pariser Exil starb und der Komponist wegen „Geistesumnachtung“ in ein Sanatorium eingewiesen wurde.
Richard Wagner hatte mehr Glück. Obwohl er wegen der Wirren im Revolutionsjahr 1948 steckbrieflich gesucht wurde, hatte er, bevor er bei König Ludwig II. in Bayreuth als Hofkomponist angestellt wurde, auch reiche Gönner, heute würde man Sponsoren sagen, in der Schweiz. So auch der in Zürich ansässige wohlhabende Seidenhändler Otto Wesendonck. 1852 siedelte Wagner in sein Haus über. Nach der Meinung Wagners „Jeder hat Anspruch auf eine Muse“ stellte sich heraus, dass Frau des Hauses Mathilde von Wesendonck selber Gedichte verfasste, die der Komponist prompt vertonte. Man hat lange gemutmaßt, dass Wagner mit ihr ein Liebesverhältnis unterhielt, aber es ist Nichts Genaues bewiesen. Aber aus dieser „Zusammenarbeit“ zwischen Künstler und Muse entstanden die fünf Lieder für eine Frauenstimme und Klavierbegleitung. In den Liedern „Im Treibhaus“ oder „Träume“ manifestiert sich schon die Vorarbeit zu seiner Oper „Tristan und Isolde“. Eine Liebe, die nicht sein darf und in der Unerfülltheit des „Liebestodes“ endet.
Funda Asena Aktop (Mezzosopran)
Sie wurde in Los Angeles geboren und absolvierte zunächst ein Studium der Molekularbiologie und Gentechnik an der Technischen Universität Istanbul. Während ihrer Studienzeit war sie Chorsängerin beim nationalen Radio der Türkei und European Voices Istanbul. Ihre Leidenschaft für das Musiktheater entdeckte sie im Verlauf des EU-Austauschprogramms ERASMUS an der Universität Marburg. Sie besuchte das Dr.Hoch’s Konservatorium“, die Musikakademie in Frankfurt am Main. Anschließend nahm sie ihr Gesangsstudium an der „Hochschule für Musik FHNW Basel“ auf. Im Rahmen ihres Studiums sang sie im Kammerchor Basel und sammelte Erfahrung in diversen Opernprojekten.
Zwischen 2015 und 2017 studierte sie in der Opernklasse an der „Hochschule für Musik Carl Maria von Weber“ in Dresden. Ihr Solodebüt gab sie als Helena in „Ein Sommernachtstraum“ von Benjamin Britten am Staatsschauspiel Dresden, wo sie 2018 auch in der modernen Opernperformance „Sun and Sea“ mitwirkte. Nach dem Studium arbeitete sie als Chorhilfe an der „Semperoper Dresden“ und wurde während dieser Zeit von Sabine Hogrefe, Hans Jörg Fink und Ellen Rissinger betreut.
Seit August 2018 ist sie im Opernchor des Theaters Nordhausen beschäftigt.
José V.A. López de Vergara y Hetzer (Klavier)
Er ist in Santa Cruz de Tenerife geboren und besuchte dort die Deutsche Schule und das Städtische Konservatorium mit Hauptfach Klavier bei Loreto Perera Reyes und Musiktheorie bei Jesús Sanz Arribas. Seit seiner Übersiedlung nach Deutschland erlernte er bereits mehrere Instrumente wie Violine und Orgel. Klavierunterricht erhielt er bis zum Abitur bei der Klavierpädagogin Thea Langmaack.
An der „Hochschule für Kirchenmusik“ Herford setzte er 1982 seine Klavierstudien bei Heinrich Iseringhausen und Friedrich Quest, später bei Prof. Anja David-Lachner. (Klavier) und Johannes H.E.Koch (Korrepetition) fort. Nach Abschluss des A-Examens wechselte er 1988 bis 1991 im Aufbaustudium an die „Johannes-Gutenberg-Universität“ Mainz im Fach Korrepetition bei Alice Peterman und Liedbegleitung bei Prof. Burkhard Schaeffer. (Diplom-Musiklehrer)
1987 bis 2005 war er Leiter der „Musikgemeinde“ in Osterode am Harz und 2004 bis 2010 künstlerischer Leiter der „Bad Lauterberger Musiktage“. 2004 bis 2006 war er Leiter des Chores an der Universität Hildesheim und 2006 bis 2023 als Musikpädagoge am Internatsgymnasium Pädagogium Bad Sachsa tätig. Seit 2010 ist er künstlerischer Leiter der „Singakademie Harz“ (SAH).
Datum:
So., 07.06.2026, 17:15 Uhr
Veranstalter:
Herzberg: Mittendrin - Musik im Schloss
Stadt Herzberg am Harz FB 2 Jugend / Kultur / Stadtmarketing Marktplatz 30 37412 Herzberg am Harz
| Eintritt | Vorverkauf: 14€ (7€ erm.) / Abendkasse: 16€ (8€ erm.) | |
| Vorverkauf |
Online bis Samstag, 06. Juni 2026 über den Button "Zum Anmeldungsforumlar" unter diesen Link: -------- |





