Umwelttag am 28.03.26 in Pöhlde
Dieses Jahr koordinierte die Schützengesellschaft unter Leitung von Philipp Ebner die Vereine in Pöhlde und kümmerte sich um Material und Verpflegung. Trotz Regenwetters fanden sich am Samstagmorgen um 9 Uhr 65 Personen am Schützenhaus zusammen, um anschließend in ihren Vereinsgruppen die seit Jahren fest zugeteilten Strecken abzulaufen und dort den achtlos weggeworfenen Müll mühsam wieder aus Wald und Feldflur zu entfernen. Durchnässt und hungrig fand man sich etwa zwei Stunden später wieder im Schützenhaus ein, es wurden Getränke und Würstchen im Brötchen gestellt und man konnte bei einem angenehmen Gespräch wieder trocknen. Der getrennt gesammelte Abfall wurde in den Container am Sportplatz abgeladen, die Entsorgungskosten werden jedes Jahr vom Landkreis Göttingen getragen.
Umweltwoche in Herzberg am Harz 
Anders als in den Vorjahren wurde in Herzberg am Harz dieses Jahr eine ganze Woche lang Müll gesammelt. Die Anmeldung lief über ein Online-Formular, die Materialausgabe wurde von der Tourist-Information koordiniert. Der Bauhof stellte einen kleinen Container zur Verfügung, der jeden Tag im Stadtgebiet umgestellt wurde, um die Wege für die Sammelnden zu verkürzen. Nach dem der Container am Dienstag nach Ostern am Kastanienplatz stand, wanderte er am Folgetag zum Wasserwerk an der Juesholzstraße, dann zum Seelenpfad am Krankenhaus und zuletzt wurde der große Container von Fa. Mantz am Jugendzentrum befüllt.
Der Juesseehilfe Verein sammelte rund um den Juessee und im Mühlengraben und fand viele kuriose Abfälle wie Bratpfannen, Kinder- und Hundespielzeuge, Radkappen und vieles mehr im und am Gewässer. In einem Beitrag des Vereins appelliert Manuela Voigt, mehr auf die Umwelt zu achten und seinen Müll nicht in der Natur zu entsorgen.
Am Donnerstagvormittag traf sich eine Gruppe von der Zukunftswerkstatt, um gegen den Müll am Schlossberg und am Pfingstanger anzukämpfen. Nachmittags lud Silke Staubitz vom Hotspot-Projekt "Naturschatz Gipskarst" des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen e.V. (LPV) dazu ein, neben dem Sammeln von Müll noch etwas über die Geologie, die biologische Vielfalt und die Besonderheiten unserer Region zu lernen und bot dazu eine Führung an. Für den Umweltspaziergang wurde ein Abschnitt des Karstwanderweges gewählt, außerdem der Bereich um die Streuobstwiese am Weinberg. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen unserer Kulturlandschaft und benötigen besondere Aufmerksamkeit. Der LPV widmet deren Erhalt zahlreiche Maßnahmen. Infos dazu finden sich auch unter www.naturschatz-gipskarst.de. Zu den Projektzielen zählt neben der Erhaltung und Entwicklung artenreicher Lebensräume in der Südharzer Gipskarstlandschaft auch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Menschen auf die Schönheit und auf die Besonderheiten unserer Region aufmerksam gemacht werden sollen.
Am Freitag war Müllsammel-Aktionstag an drei Schulen in Herzberg am Harz. Fast 150 Schülerinnen und Schüler von der Grundschule Mahnte, der Oberschule und vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sammelten am Vormittag in großen Sammelgebieten und leisteten damit einen großen Beitrag zur Umweltwoche. Das Gymnasium gab bekannt, dass die 63 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen mit viel Einsatz und Teamgeist zeigten, dass Umweltschutz nicht kompliziert sein muss, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt. So wird die Patenschaft für den Domeyerpark jedes Jahr wieder aktiv mit Aktionen wie dieser gestaltet. Die Mahnteschule meldete die unglaublichsten Fundstücke wie eine kopflose Puppe, ein großes rostiges Blech und ein paar neuwertige Turnschuhe. Es wurde rund um das Schulgelände und bis hoch zum Krankenhaus gesammelt. Die Gruppen der Oberschule wurden rund um die Heidestraße und den Friedhof aktiv und sammelten auch dort größere Mengen Abfall ein.
Zum Abschluss der Umweltwoche in Herzberg fand am 10.04.26 zwischen 15 und 17 Uhr das Umwelt- und Klimafest im Domeyerpark statt, dass gemeinschaftlich von der Stadtjugendpflegerin Simone Standhardt, dem Stadtmarketing der Stadtverwaltung und der Klimaschutzmanagerin Michaela Stegmaier durchgeführt wurde. Ein Dank geht auch an weitere Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, die die Vorbereitungsarbeiten unterstützten. Im Domeyerpark wurden Getränke und geschmierte Brötchenhälften bereitgestellt für alle, die die Woche über Müll gesammelt hatten. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte mit frisch gebackenen Waffeln, der Kulturanker Harz brachte Salat- und Mairübchenpflanzen mit, die ihren Weg in lokale Gärten fanden, die Zukunftswerkstatt machte mit Hilfe von Schneidermeisterin Dorota Maravic ein Upcycling-Projekt – Lavendelsäckchen aus Stoffresten und der Jugendratsvorsitzende Mathis Müller bot eine Teststrecke für die Lastenräder der Stadt an. Zudem gab es eine Tauschbörse für Kinderspielzeug, eine Klimaschutz-Leseecke sowie eine Befragung Jugendlicher zu klimafreundlicher Fortbewegung in Herzberg und den Ortsteilen. Nicht zuletzt wurde über das Thema Abfallvermeidung aufgeklärt, mit dem Ziel in Zukunft weniger Abfall zu produzieren, der über diverse Wege in die Umwelt gelangen kann.
Umwelttag in Scharzfeld am 11.04.26 
Um 14 Uhr fanden sich auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses in Scharzfeld 50 Privatpersonen und Vereinsmitglieder aus Scharzfeld zusammen, um bei schönstem Sonnenschein tatkräftig beim Dorfputz zu unterstützen. Unter der Leitung von Sascha Oehne wurden Teams gebildet, die vorgefertigte Routen absammelten und den dafür vorgesehenen Abfallcontainer voll befüllten. Neben sehr viel Plastik-, Haus- und Glasmüll wurden diverse Autoreifen, Elektroschrott und auch gefährliche Abfälle geborgen, die für Empörung sorgten. Es wurde gerätselt, wer sich so seiner nicht mehr benötigten Gegenstände entledigt, anstatt einen der legalen und kostenfreien Wege wie Sperrmüll, den Weg zur Deponie oder einer anderen Sammelstelle vor Ort zu nutzen. Trotz aller Empörung gab es ab ca. 16 Uhr zum Ausklang und zum Dank ein Grillfest auf dem Vorplatz der freiwilligen Feuerwehr bei ausgelassener Stimmung.
Vielen Dank!
Die Stadt Herzberg am Harz dankt allen Engagierten für ihren Einsatz für den Umweltschutz und bittet darum, im Zweifel bei Entsorgungsfragen die zuständigen Stellen des Landkreises zu kontaktieren, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Auch sollten wir im Alltag keine Verstöße gegen das Umweltrecht tolerieren. Bitte sprechen Sie Menschen an, die Müll fallen lassen. Und melden Sie Umweltverschmutzung gerne dem Ordnungsamt oder der Polizei. Denn in einer sauberen Stadt lässt es sich viel angenehmer leben.