Das gesamte Wasserversorgungsnetz in der Ortschaft Sieber ist frei von gesundheitsgefährdenden Keimen.
Wir bedanken uns für Ihr ruhiges und besonnenes Verhalten und Ihr Verständnis für das Abkochgebot.
Nachdem durch mehrere aufeinanderfolgende Trinkwasserproben bestätigt wurde, dass sich das Trinkwasser wieder in einwandfreiem Zustand befindet, wird das Abkochgebot vom 06. August 2023 in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt mit sofortiger Wirkung vollständig aufgehoben.
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und Sie können sicher sein, dass das Wasserwerk der Stadt Herzberg am Harz auch weiterhin alles tun wird, um Sie mit gutem Trinkwasser sicher zu versorgen.
24.08.2023: Abkochgebot für das Trinkwasser in der Ortschaft Sieber ist mit sofortiger Wirkung ausgehoben!
Vor Ort verteiler die Mitarbeiter*innen des Wasserwerk Handzettel.
Pressemitteilung folgt.
22.08.2023: Die Reinigung der Kammern hat längere Zeit in Anspruch genommen, so dass erst am Montag, den 21.08.23 , weitere Proben aus dem Hochbehälter und dem Netz gezogen werden konnten. Die Ergebnisse erwarten wir Mitte der Woche und werden das weitere Vorgehen dann mit dem Gesundheitsamt klären.
Das Abkochgebot für Sieber als vorsorgliche Maßnahme gilt solange weiter, bis die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwasser festgestellt wird.
06.08.2023: Bei Routinekontrollen wurde eine geringe mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers in Sieber festgestellt.
Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wurde daher vom Gesundheitsamt der Stadt und des Landkreises Göttingen ein Abkochgebot für die Ortschaft Sieber erlassen.
Das Leitungswasser darf daher nicht direkt getrunken werden!
Wasser, das zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen/Getränken oder zum Zähneputzen verwendet wird, muss vor Gebrauch 1 x sprudelnd aufgekocht werden. Lassen Sie das Wasser dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen. Die Verwendung des gekochten Wassers ist unbedenklich.
Für die Körperpflege wie Waschen Duschen oder Baden und auch für das Wäschewaschen sowie die Toilettenspülung kann das Leitungswasser ohne Bedenken weiter genutzt werden.
Diese vorbeugende Gesundheitsmaßnahme ist so lange aufrecht zu erhalten, bis die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers wieder vom Gesundheitsamt bestätigt wird.
Wir werden dann erneut informieren.
Den Text des Pressemitteilung der Stadt Herzberg am Harz um 06. August 2023 entnehmen Sie bitte der beigefügten PDF-Datei.
Hintergrund:
Die Stadt Herzberg am Harz befolgt zz. die Anordnungen des Gesundheitsamtes für die Stadt und den Landkreis Göttingen aufgrund der Analyseergebnisse als vorsorgliche Maßnahme zur Vermeidung von Gesundheitsbeeinträchtigungen.
Entsprechend des Maßnahmeplanes des Wasserwerkes sind die Kollegen auf Ursachensuche. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurde entschieden, den Hochbehälter Sieber kammerweise außer Betrieb zu nehmen, die Kammern nacheinander augenscheinlich zu überprüfen, anschließend zu reinigen, nach erneuter Beprobung und Freigabe durch das Gesundheitsamt wieder in Betrieb zu nehmen. Das kann für beide Kammern bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen.
Das Abkochen des Trinkwassers ist solange das angemessene Mittel, um Gesundheitsrisiken zu verhindern.
Zur Information:
In den Wasserproben wurden folgende Indikator-Bakterien festgestellt, welche auf eine Verunreinigung des Trinkwassers hindeuten:
Hochbehälter Sieber:
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27 KBE/100 ml coliforme Bakterien
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5 KBE/100 ml Escherischia coli
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5 KBE/100 ml Enterokokken
Die Probe aus der Aufbereitung nach Ultrafiltration und UV Anlage blieb laut Vorab-Information vom Labor beanstandungsfrei.
- Coliforme Bakterien
Die Gruppe der coliformen Bakterien, zu denen auch E. coli gehört, ist in der Umwelt weit verbreitet und -
Escherischia coli
Der Nachweis im Trinkwasser ist ein wichtiger Indikator für eventuelle fäkale Verunreinigungen und signalisiert somit die Gefahr des Auftretens gefährlicher Krankheitserreger, auch wenn die nachgewiesenen Bakterien selbst in der Regel harmlos sind. -
Enterokokken
Enterokokken, früher auch als Fäkalstreptokokken bezeichnet, sind ausdauernder in der Umwelt als Escherichia coli und kennzeichnen bereits länger zurück liegende Verunreinigungen.
Die genannten Bakterien werden mittels selektiver Nährmedien und spezieller Farbreaktionen angezüchtet und nachgewiesen. Im Trinkwasser dürfen diese Bakterien nicht enthalten sein, wobei ein Untersuchungsvolumen von 100 ml verwendet wird.

